Herbst-Stürme

23. November 2009

Heute wirbelten die Blätter strudelartig über die Straßen. So richtig wie im Herbst. ;-)


Überstanden

23. November 2009

Das war ja nun eine der hartnäckigsten Erkältungen, die ich je hatte. Da wurde alles aufgefahren, was die Heilkunst zu bieten hat: Gelomyrtol forte, Infrarot-Kuren, Salzwasserspülungen und täglich drei Inhalationen. Am Schluss Antibiotika. Sechs Wochen nichts als Ärger mit Stirn- und Nebenhöhlen, zwischendurch noch ein grippaler Infekt. Fünf Kilo zugenommen. Zum Trotz begann ich wieder zu Rauchen, denn ich fühlte mich seit meinem Rauchstopp ziemlich gestraft mit all diesen Symptomen. Und natürlich – ich hätte es erwarten können – war das erneute Rauchen absoluter Mist und verschlimmerte die Sache noch mehr. Also höre ich mal wieder auf. Es geht mir einfach körperlich und seelisch viel besser, wenn ich nicht rauche. Und endlich fühle ich mich nicht mehr ganz so erkältet. Das Leben normalisiert sich wieder, Gott sei Dank.


Schwein gehabt

6. November 2009

Da läuft man durch die Stadt, gönnt sich einen kleinen Einkaufsbummel und denkt: „Wirklich phänomenal, wie der Körper sich selbst reinigt, wenn man mit dem Rauchen aufgehört hat“. An eine Form der Selbstreinigung dachte ich, weil ich urplötzlich zu schwitzen begann. Es waren keine Hitzewallungen, sondern beständiges Schwitzen. Das wurde immer stärker. Irgendwie komisch, ich fühlte mich eigentlich topfit an dem Tag. Nicht mehr lange…

Zu Hause angekommen, lag ich flach. Hals- und Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Schläfrigkeit und Magen-Darm-Krämpfe, Durchfall, Bronchial- und Nebenhöhleninfekt. Auffallend: Das extreme Schwitzen, nach wie vor. Nachts musste ich zweimal aufstehen und Bettwäsche lüften, ich selbst musste unter die Dusche, wechselte außerdem die komplett durchnässten Schlafanzüge gegen frische trockene aus. Während ich schlief, lief der Schweiß in Bächen über mein Gesicht. Auffallend war das alles deswegen, weil ich bei üblichen grippalen Infekten in kaum einer Weise erhöhte Temperatur habe, noch weniger schwitze. Bisher schwitzte ich auf ähnliche Weise nur einmal in meinem Leben, als ich vergammeltes Fleisch gegessen hatte und mir so eine Lebensmittelvergiftung zugelegt. Das ist zwei Jahrzehnte her.

Den Gedanken an die Schweinegrippe schob ich von mir. „Kaum möglich“, so dachte ich, „hatte ja bisher niemand in näherer Umgebung“. Nach drei Nächten Schwitzkur und bleischwerer Abgeschlagenheit las ich in der Tageszeitung, dass die Schweinegrippe im Ort angekommen sei. Weil ich mich jedoch körperlich noch relativ gut fühlte und meine Temperatur unter 38° Celsius blieb, glaubte ich auch dieses Mal nicht, dass ich betroffen sein könnte.

So schleppte ich mich eine Woche mehr oder weniger gut dahin, Inhalator, ätherische Salben, Schal und Taschentücher waren meine Begleiter. Ich schwitzte weiter. Beständig und stark, irgendwann belastend, denn ich musste aufpassen, mich nicht alleine durch das Schwitzen zu erkälten und mein Kreislauf spielte nicht mehr ordentlich mit, es traten zeitweise Schwindel und Übelkeit auf. Das wurde langsam auffällig. Was tun? Zum Arzt gehen lohnte kaum, selten gehe ich bei Erkältungen oder grippalen Infekten zum Arzt. Zudem sein Hinweis an der Eingangstüre: Bei Verdacht auf Schweinegrippe draußen stehen bleiben, klingeln und sich einen Mundschutz reichen lassen. Er möchte verständlicherweise alle Mitpatienten schützen. Dann weitere Hinweise in der Presse: Bei Verdacht auf Schweinegrippe am Besten zu Hause bleiben und den Kontakt mit Mitmenschen möglichst meiden. So entschied ich mich, zu Hause zu bleiben. Sollte ich die Schweinegrippe haben, dachte ich, dann möchte ich, so lange es mir noch ziemlich gut geht, keine Mitpatienten beim Hausarzt unnötig anstecken. Man stelle sich vor, ein schwer Kranker, der dort sitzen könnte, würde von mir angesteckt und sterbe deswegen. Außerdem wusste ich nicht so richtig, wie ich mit wackligen Knien zur Arztpraxis kommen sollte, hatte ein extremes Schlafbedürfnis und wollte nicht aus der Wohnung.

Dann weitere Meldungen: Die Schweinegrippe sei in Deutschland in neuer Welle auf dem Vormarsch. Also Anruf beim Gesundheitsamt und Symptome geschildert. Einschätzung des dortigen Arztes: Mit hoher Wahrscheinlichkeit Schweinegrippe. Dazu eine Anfrage, wo ungefähr ich mich überall aufgehalten habe. Ein Dank für meine Information und freundliche Genesungswünsche.

Gestern wieder der erste Appetit. Das Schwitzen klingt langsam aus.

Schwein gehabt. Aber angenehm ist dieser Infekt wirklich nicht, macht keinen Spaß und strengt den Körper an.


Karton packen

27. Oktober 2009

Das hier

ist ein bisschen wie das hier:

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„Der Lernerfolg ist, dass er auch mal sieht, dass ein Karton vernünftig gepackt werden muss [...]. Also Karton zu packen ist nicht so einfach“.


Ein Kopierladen

26. Oktober 2009

Betritt man ihn, wird man beinahe erschlagen von Zahlen und Fakten. Überall Schilder: Kosten pro Kopie bis Anzahl so-und-so = so-und-so viel Cent, ab Anzahl so-und-so, dann so-und-so viel Cent, wenn Anzahl so-und-so überschritten, dann so-und-so viel Cent, aber nur bis Anzahl so-und-so, denn dann nur noch so-und-so viel Cent, und wenn Kopierer so-und-so, oder Kopierer so-und-so, dann alles wieder anders und so-und-so viel Cent. ;-)

Bis ich mich orientiert habe, dauert es mindestens eine Minute vertiefter Konzentration. Irgendwann komme ich zum Ergebnis: Zwei Kopien an dem-und-dem Kopierer kosten zusammen sechzehn Cent. Ich gehe zur Kasse. „Macht zwanzig Cent“. Oh, also doch verrechnet? Ich drehe mich erneut dem Schilderwald zu und versuche, den Preis zu berechnen. Wieder komme ich zum Ergebnis: Zwei Kopien müssten sechzehn Cent kosten, nicht zwanzig. Ich hake nach: „Habe ich da etwas falsch verstanden? Ich dachte, es macht sechzehn Cent“.

Die Kassiererin zeigt auf ein Schild mit Kleingedrucktem, eigentlich Kleinstgedrucktem, eine Art Mikroschrift. „Wir runden auf“.