Kürzlich auf „Phoenix“. Eine Sendung über die Wanderung der Kimbern, ein nordisches Volk, das eigentlich nur eines im Sinn hatte: Ab in den Süden nach Norditalien.
So machten sie sich auf den Weg. Leider ohne Kompass oder Wissen über Sterne und Navigation. Einzige Orientierung: Das Blut geschlachteter Opfer wurde über einen Stein gekippt. Die Richtung, in welche es herunterfloss, war Vorgabe für den weiteren Weg.
Fazit: Das Volk hatte sich gnadenlos verlatscht. Lief in fünfzehnjährigem Irrweg versehentlich über Böhmen, Schlesien, Donaugebiet, Schweiz, Frankreich, iberische Halbinsel, Nord- und Mitteldeutschland bis endlich nach Norditalien. Während ihrer Wanderung vermischten sie sich mit niedergelassenen Völkern. Ihr liebstes Hobby: Rauben und Morden. Wer überlebte, wurde gefangen genommen oder lief „freiwillig“ mit. So wurde der Trupp immer größer, allerdings rafften Krankheiten und Erschöpfung die meisten dahin, dass am Schluss nur eine Handvoll in Norditalien ankam, wo sie gleich abgefangen und -geschlachtet wurde.
So starben die Kimbern aus, hinterließen aber ihre Gene in unseren Vorfahren. Wer heute keinen Orientierungssinn hat, könnte ja zu hören bekommen „Du hast wohl zu viele Gene der Kimbern in dir stecken“.
Hier der Irrweg. Alleine das Bild bewirkt doch ein gewisses Amusement.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kimbern
Verfasst von almenbaer