A star was born

Hier ein paar Fotos meines Beagles, dessen Sprache mich kürzlich vor dem „Angriff der Wildschwein-Ritter“ bewahrte. ;-)

1981

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Er war ja ein Prachtkerl. :-)

Geschenkt bekam ich ihn von meinen Eltern, nachdem ich schätzungsweise über zehn Jahre darum bettelte, einen Hund besitzen zu dürfen. Als ich vier Jahre alt war, fing es an, steigerte sich ab meinem zwölften Lebensjahr und endete nicht bis zu meinem fünfzehnten Lebensjahr.

Die Entscheidung meiner Eltern zu warten, bis wir ein kleines Reihenhäuschen mit Garten besaßen, bewerte ich im Nachhinein als vollkommen richtig. Nach meiner Meinung gehören Hunde auf das Land, so meine Erfahrung, als ich mich hier in der Kleinstadt als Begleiterin eines Hundes anbot, dessen Besitzerin ab und zu Unterstützung brauchte. Auch mein Beagle fühlte sich hier nicht sonderlich wohl, als ich ihn als Studentin ein paar Mal mitbrachte, um ihm meine neue Umgebung zu zeigen. Seine Freude, wieder in mein Elternhaus zu Natur und Garten zurückkehren zu dürfen, bestätigte mir, dass sein Platz dort und nicht hier war. Ich konnte ihn besten Gewissens für immer dort lassen, wo er von meinen Eltern geliebt und umsorgt wurde, als sei er ihr drittes, ihnen im Haus noch verbliebenes Kind.

Er wurde über fünfzehn Jahre alt, ein stolzes Alter für einen Beagle. Im Normalfall rechnet man ihnen ungefähr zwölf Lebensjahre zu. Es ist ein wenig kompliziert, ihre schlanke Linie zu erhalten, denn neben Auslauf, Spaß und Spiel steht an Platz Eins der Lebensqualitäten eines Beagles das Fressen.  Wer dem nicht widersteht, hat nach nur wenigen Monaten eine Art Klops zu Hause sitzen, dem Bewegung schwer fällt, somit auch das Gesundbleiben.

Ich denke gerade an eine Situation, als ich als Schülerin nach Hause kam und sowohl eine beleidigte, gleichzeitig leicht belustigte, Mutter auf dem Sofa, als auch einen sehr stillen, geknickten Beagle in der Ecke vorfand. Er bewegte sich kaum und guckte mich traurig an. Als ich mich bei meiner Mutter erkundigte, welches Problem er wohl hat, erfuhr ich, dass sie sich ein halbes Hähnchen gönnen wollte, es auf ihren Teller legte und nur ein paar wenige Sekunden den Platz verließ, um etwas zu Trinken zu holen. Mein Beagle zögerte nicht und nutzte die Gelegenheit: Vorderpfoten auf den Tisch, „haps!“ – Hähnchen geklaut. Als nun meine Mutter versuchte, ihm den Gockel in wilder Hetzjagd durch das Wohnzimmer zu entziehen, dachte sich mein Hund offensichtlich, dass er das gute Stück einfach verschwinden lassen müsse, damit niemand etwas abbekommt, und schlang es mit drei Würgern ungekaut hinunter.

Eine Boa Constrictor hätte es nicht besser gekonnt, nur war mein Beagle keine Schlange, sondern ein einfacher Hund. Da lag nun ein halbes Hähnchen im Magen und wartete auf seine Verdauung. Mein Hund war somit weder geknickt noch traurig, als ich ihn wenige Zeit später in der Ecke sitzen sah, sondern hatte nur grauenhafte Bauchschmerzen. :-)

Er war vier Jahre lang der Mittelpunkt meines Lebens. Er war Familienmitglied und band mich an Verantwortung, die mir gleichzeitig einen Freund, viel Spaß, Freude, Lebenserfahrung und gesundes Leben mit geregeltem Tagesablauf bot. Trotzdem würde ich mir heutzutage keinen Hund mehr anschaffen und kann ich nur jedem raten, sich genau zu überlegen, welche Möglichkeiten er einem Tier bietet, bevor er ihm ein neues Zuhause schenkt. Ich denke in dieser Hinsicht etwas extrem. Zwar freute sich mein Hund, nach längerer Trennung wieder bei mir wohnen zu dürfen, andererseits fand er Kleinstadt, Wohnung und manche andere, teils etwas neurotische bissige Stadthunde wohl ziemlich blöde.

Nach jahrelangem Leben in familieneigenem Reihenhaus mit Garten, jeder Menge Auslauf und Freiheit auf weiten Feldern fühlte er sich hier doch etwas beengt. Ich konnte es gut verstehen. Nach zwei Wochen Testlauf brachte ich ihn meinen Eltern zurück und konnte gleichzeitig meiner Mutter die Sorge nehmen, ihn für immer bei mir behalten zu wollen. Beide freuten sich, sich wieder zu haben und so ließ ich ihn dort, wo er sein wollte: Zu Hause. Die Sache war längst entschieden, nur brauchten sowohl Hund als auch ich noch einmal diese kurze Phase des Zusammenlebens, um zu verstehen, dass der Preis, den mein Hund dafür hätte zahlen müssen, einfach zu hoch gewesen wäre.

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