Keine gute Empfehlung

Ich erzähle einem Raucher, dass ich mich glücklich schätzen kann, nach zwei Wochen Rauchstopp nur ein Nikotinkaugummi à nur 2 mg Nikotingehalt pro Tag zu benötigen (andere benötigen ein halbes Jahr, um ihre Dosis so weit hinunter zu schrauben), und als Reaktion kommt die Empfehlung, Nikotinkaugummi zu lassen und auf Nikotinpflaster umzusteigen, obwohl ich erklärte, dass ich mit meiner Strategie durchaus zufrieden bin wie wohl offensichtlich Erfolg habe. Ich erklärte zudem, dass ich meine Nikotindosis doch im Entzug nicht wieder auf das Fünffache erhöhen möchte und wozu das gut sein solle (Anmerkung: Nikotinpflaster gibt ist nicht in Dosen unter 10 mg / Tag). Dazu erkläre ich, dass mir eine Strategie-Änderung zu riskant erscheint und das Risiko birgt, dass ich meine Entwöhnung nicht durchhalte. Als Gegenargumentation wird mein Argument bezüglich einer erneuten Dosiserhöhung überhaupt nicht erwähnt, lediglich wieder eine Strategie-Änderung in Richtung Nikotinpflaster empfohlen.

Ich hatte nicht um Tipps gebeten, wie ich am Besten mit dem Rauchen aufhöre. Ich hatte lediglich erzählt, dass ich aufgehört habe. Und dann kommt ein Raucher und gibt mir Tipps, wie ich am Besten aufhöre…

Es ist typisch und entspricht den Erlebnissen fast aller Raucher, die mit dem Rauchen aufgehört haben: Anti-Rauch-Trainer nennen es „dumme Sprüche von Rauchern und Nichtrauchern. Möglichst ignorieren“. Ja, und ich wäre natürlich schön dumm, jetzt in eine Apotheke zu flitzen, mir ein Nikotinpflaster zu kaufen, um dann den Tag über an Herzrasen und nachts an Schlafstörungen zu leiden.

2 Antworten zu „Keine gute Empfehlung“

  1. Eva sagt:

    huhu na :) , habs endlich geschafft mal vorbeizuschnuppern.

    schöne Grüße Eva

  2. almenbaer sagt:

    Ja Grüezi Eva! :-)

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